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Trittschalldämmung

Bei Geschossdecken sollte der Trittschalldämmung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, dies gilt für Neubauten aber auch bei der Sanierung von Altbauten. Während eine gute Trittschalldämmung bei Betondecken relativ einfach durch eine Mineralfasermatte zwischen Decke und aufzubringenden Estrich zu erreichen ist, ist eine gute Trittschalldämmung bei Holzbalkendecken schwieriger zu erreichen.
Dies gilt insbesonders bei der Altbausanierung.

Verbesserung von oben, von unten oder beides?

Die Entscheidung hängt von den objektspezifischen Randbedingungen ab. Verbesserungen sind grundsätzlich auf zwei unterschiedlichen Wegen möglich:

  • Mit einer federnd abgehängten Unterdecke von unten
  • Mit einem wirksamen Fußbodenaufbau von oben

Betrachten wir hier nur die Trittschalldämmung von oben

Hier stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

Möglichkeit 1: Aufbringen eines Zementestrichs auf einer Mineralfasertrittschallschutzmatte.
Möglichkeit 2: Auf der Rohdecke wird eine Bewehrung aufgebracht. Sinnvoll wäre z.B. eine ca. 3 cm dicke gebundene Splittschüttung.

Die gebundene Splittschüttung dient der erheblichen Verbesserung der Schalldämmung bei
Holzbalkendecken.
Sie ist zusätzlich als Ausgleichsschüttung bestens geeignet.

Der Splitt kann in Steinbrüchen, Mischwerken etc. beschafft werden. Die Körnung richtet sich nach der Fördertechnik und der Aufbauhöhe der Schüttung. Körnungen von 6 - 11; 6 - 13; 8 - 11; 8 - 13 haben sich bestens bewährt. Der Splitt sollte möglichst wenig Feinanteile bezw. Dreck oder Staub beinhalten um den Bindemittelverbrauch zu begrenzen.

Der Splittbinder ist ein spezielles, wässriges alterungsbeständiges Bindemittel

Für die Verarbeitung gibt es zwei Möglichkeiten: Der Splitt wird wie eine Ausgleichsschüttung eingebracht und anschließend mit dem sehr dünnflüssigem Bindemittel  übersprüht oder übergossen.
Bei der zweiten Möglichkeit werden Splitt und Bindemittel in einer Estrichpumpe gemischt, gefördert und wie eine Ausgleichsschüttung eingebaut.

Die Splittschüttung, die Estrichmatte und der Estrich können in einem Zug eingebaut werden. Bei der Methode mit der Splittschüttung ergibt sich gegenüber einem Zementestrich eine Gewichtsersparnis von ca. 50%.
In allen Fällen ist vor der Aufbringung des Estrichs die Tragfähigkeit der Holzbalkendecke zu prüfen.