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Bewehrung mit Baustahlmatten

Die Bewehrung von Estrichen wurde schon immer kontrovers diskutiert. Nach entsprechender Bewährung in der Praxis wurde eine Bewehrung aus Baustahlgittern zuerst in die VOB/C ATV DIN 18 353 aufgenommen. Eine Bewehrung, insbesondere bei Zementestrichen zur Aufnahme von Stein- oder keramischen Belägen, kann eventuell auftretende Risse und den Höhenversatz der Risskanten vermeiden.
Auf diese Weise soll erreicht werden, dass Risse, die auch bei bewehrten Zementestrichen nicht ausgeschlossen werden können, problemlos zu sanieren sind. Als Bewehrung nannte die DIN 18 560-2: 1992-05 Baustahlgitter mit 2 mm Stabdurchmesser und 50 mm Maschenweite (Stahlfestigkeit 700 N/mm 2) bezw.. mit 3 mm Stabdurchmesser und 75 mm bezw. 100 mm  Maschenweite (Stahlfestigkeit 500 N/mm 2).

Faserbewehrung

Der in der Praxis vermehrte Einsatz von Fasern (Glas, Kunststoff, Stahl) als Bewehrung in Zementestrichen hat zu ihrer Aufnahme in die europäische Normung geführt. Grundlage der Normungsarbeit ist die DIN EN 13 318: 2000-12 “Estrichmörtel und Estriche; Begriffe”, die eine Bewehrung wie folgt definiert:

“3.10 Bewehrung Stahlstäbe oder -drähte, Bewehrungsmatten oder Fasern, die in Estriche eingebetet sind.”

In der DIN EN 13 318 werden Bewehrungen aus Fasern und Gittern in der Begrifflichkeit gleichwertig behandelt. Es wird der Bewehrung allerdings kein Verwendungszweck zugeordnet.
Die Praxis hat gezeigt, dass Fasern in der Regel nicht die gleiche Funktionalität erfüllen können wie Bewehrungen aus Baustahlgittern.
Trotzdem hat sich ihr Einsatz bewährt.